Grenzüberschreitende Metropolregion Stettin

Die Verflechtung der Stadt Stettin mit ihrem Umland nimmt stetig zu und macht auch an der deutsch-polnischen Grenze nicht Halt. Auf polnischer Seite hat sich deshalb im Jahre 2005 der Selbstverwaltungsverband für Regionale Zusammenarbeit (Samorządowe Stowarzyszenie Współpracy Regionalnej) gegründet. Er ist seit 2009 als Verband der Metropolregion Stettin (Stowarzyszenie Szczecińskiego Obszaru Metropolitalnego, Abkürzung: SSOM) aktiv.

Für den Raum, dessen Kommunen im SSOM organisiert sind, wurden bereits im Jahr 2011 „Entwicklungsprioritäten des polnischen Teils der Grenzüberschreitenden Metropolregion Szczecin“ vorgestellt. Im Jahr 2012 unterzeichneten die Leitungen der für Raumordnung zuständigen Stellen der Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie das Regionalbüro für räumliches Management der Wojewodschaft Westpommern in Stettin (Regionalne Biuro Gospodarki Przestrzennej Województwa Zachodniopomorskiego w Szczecinie, Abkürzung: RBGP WZ) eine Absichtserklärung zur Erarbeitung eines gemeinsamen Entwicklungskonzepts der grenzüberschreitenden Metropolregion Stettin (Transgraniczny Region Metropolitalny Szczecina, Abkürzung: TRMS). Die Zusammenarbeit mit Polen insbesondere im Rahmen der grenzüberschreitenden Metropolregion Stettin seit vielen Jahren ein strategisches Ziel der Landesentwicklungsplanung in Mecklenburg-Vorpommern (vgl. Landesraumentwicklungsprogramm Mecklenburg-Vorpommern (LEP M-V) 2016, insbesondere Kapitel 3.4).

Im Jahre 2015 wurde das Entwicklungskonzept der grenzüberschreitenden Metropolregion Stettin als Bericht über die Ergebnisse der ersten Arbeitsphase 2013-2015 veröffentlicht. Es stellt eine erste gemeinsame Vision zur Entwicklung dieses grenzübergreifenden Raumes dar. Auf deutscher Seite umfasst dieser Raum die Planungsregionen Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern und Uckermark-Barnim. Neben der Selbstverwaltung der Wojewodschaft Westpommern, der Stadt Stettin und dem SSOM gehören zu den Partnern der Zusammenarbeit unter anderem die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg (GL B-B), das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Euroregion Pomerania.

In der aktuellen Phase der Zusammenarbeit wird u.a. an Themen wie dem Monitoring der räumlichen Entwicklung in der grenzüberschreitenden Metropolregion gearbeitet. Einen Meilenstein bei der Etablierung grenzübergreifender Kooperationsstrukturen in der TRMS stellte die Eröffnung der gemeinsamen Geschäftsstelle der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg für die Metropoloregion Stettin in Anklam im Dezember 2019 dar.

Dokumente

Im Internetportal des RBGP WZ sind auf der Seite zur Grenzüberschreitenden Metropolregion Stettin sowie in der Rubrik „Publikacje“ (Publikationen) die folgenden strategischen Dokumente zur Entwicklung der Grenzüberschreitenden Metropolregion Stettin abrufbar:

Unter dem Titel „Koncepcja rozwoju transgranicznego regionu metropolitalnego Szczecina – część polska“ (Entwicklungskonzeption der grenzüberschreitenden Metropolregion Stettin – polnischer Teil) berichtet auch der SSOM auf seiner Website in der Rubrik „Projekty“ (Projekte) über die Erarbeitung des Dokuments für den polnischen Teil der Metropolregion und stellt dazu Dokumente aus dem Arbeitsprozess zum Download bereit.

Auf der Seite der GL B-B zur Grenzüberschreitenden Metropolregion Stettin sind außer dem Entwicklungskonzept von 2015 (auf Polnisch und Deutsch) auch die Absichtserklärung zu dessen Erarbeitung von 2012 (auf Deutsch / auf Polnisch) und ein gemeinsames Kommuniqué zum Stand der Arbeiten am Entwicklungskonzept aus dem Jahr 2013 (auf Polnisch und Deutsch) einsehbar.

Im Deutsch-Polnischen Raumordnungsportal sind die beiden im Rahmen des MORO-Wettbewerbs für Modellhafte deutsch-polnische Kooperationsprojekte ausgezeichneten Projekte dokumentiert, die sich mit der Entwicklung der Grenzüberschreitenden Metropolregion Stettin befassen: