Wappen der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf, Quelle: Wikimedia Commons, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wappen_Ostseebad_Heringsdorf.svg
Herb miasta Świnoujście, źródło: Wikimedia Commons, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:POL_%C5%9Awinouj%C5%9Bcie_COA_1.svg

„Masterplan Grenzlinie – Koncepcja ramowa – Linia graniczna“

 

Kurzbeschreibung des Projekts

Die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf und ihre Partnerin, die Stadt Swinemünde, haben bereits 2016 ein Projekt zur gemeinsamen Entwicklung des Grenzstreifens zwischen dem Ostseestrand und dem Haltepunkt der Usedomer Bäderbahn (UBB) an der Swinemünder Chaussee beschlossen. Ziel des Vorhabens ist es, durch die Verknüpfung der Potentiale von Naturraum und Kulturraum mit dem touristischen Potential eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten. Dabei geht es vor allem um die Entwicklung, Belebung und Nutzung des Gebiets für Jugendliche und junge Erwachsene sowohl aus der Region selbst als auch für überregionale Gäste im Ostseeraum. Das Projekt soll in Kooperation mit der Stadt Swinemünde sowie der zu beteiligenden Stellen auf der deutschen und polnischen Seite weiterentwickelt werden.

Hintergründe

In vergangenen Jahren fanden im Bereich des Grenzstrandes auf deutscher Seite zahlreiche Events für Jugendliche und junge Erwachsene statt, z.B. „Baltic Springbreak“, „Beach Soccer Cup“ und weitere Musik- und Sport-Veranstaltungen. Diese sind beiderseits der Grenze sehr beliebt. Dabei zeigte sich in der Vergangenheit jedoch ein erhebliches Defizit in der notwendigen Infrastruktur. Dies reichte von mangelnder Versorgung in der technischen Infrastruktur über fehlenden Schallschutz bis hin zu unangemessenen Übernachtungsmöglichkeiten für die Teilnehmer. Konnten die technischen Anlagen durch mobile Einrichtungen des Betreibers vorgehalten werden, so entwickelte sich ein zum Teil „wildes Campen“ an verschiedenen Stellen am Strand und im Wald. Die bezeichneten Flächen liegen im FFH-Gebiet und befinden sich in direkter Nachbarschaft der naturschutzfachlich begleiteten Monitoringflächen. Diese stellen die festgesetzten Ausgleichsmaßnahmen für den Ausbau der grenzüberschreitenden EuropaPromenade dar.

Aus diesem Grund musste immer wieder neu entschieden werden, ob eine Fortführung derartiger Veranstaltungen an diesem Ort möglich ist. Doch nur durch Beständigkeit und Verlässlichkeit ist auf Dauer die Akzeptanz derartiger Events zu erreichen. Beiden Projektpartnern wurde vor dem skizzierten Hintergrund bewusst, dass die beschriebenen Probleme gemeinsam angegangen werden müssen sowie der Betrachtungshorizont bei der Problemlösung deutlich erweitert werden muss.

Masterplan Grenzlinie – Koncepcja ramowa Linia graniczna Ostseebad Heringsdorf – Miasto Świnoujście, Foto Treffpunkt Polen – Deutschland / Punkt spotkań Polska-Niemcy, © SWUP GmbH

Zielstellungen

Mit der gemeinsamen Entwicklung des direkten Grenzumfeldes sollen die geschilderten negativen Auswirkungen von Veranstaltungen vermieden und ein überregional im Ostseeraum bekanntes und grenzübergreifendes Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene geschaffen werden. Dabei wird ein generationenübergreifender Ansatz verfolgt. Es werde Orte geschaffen, an denen sich die jüngeren und nachwachsenden Generationen wohlfühlen, sich grenzübergreifend treffen und gemeinsamen Interessen nachgehen können, die im klassischen Betrieb der touristischen Destinationen von Heringsdorf und Swinemünde nicht oder nur erschwert möglich sind. Dies führt langfristig auch zu einem stabilen Nachfragepotential für die bestehenden klassischen Angebote für Urlauber und lokale Akteure und sichert so die regionalen Existenzgrundlagen.

Auch wenn zunächst die Stärkung der Angebote im Tourismus für eine jüngere Generation im Fokus der Betrachtung steht, wird sich daraus ein Leuchtturmprojekt für den gesamten baltischen Raum entwickeln, wenn sich der Bereich als besonders zu erlebendes Highlight präsentiert und eingebettet in eine künftige behutsame Gesamtentwicklung ist. Dies erfolgt im besonderen Kontext mit den örtlichen naturräumlichen und sozio-kulturellen Gegebenheiten. Der vorgesehene ganzheitliche Ansatz hat eine Nachhaltigkeit der Entwicklung und eine hohe Resilienz der zu schaffenden Angebote zum Ziel und stärkt somit den Ganzjahres-Tourismus.

Methodik

Die in den bisherigen Abstimmungen zu dem Thema formulierten Ideen werden in einer Studie präzisiert. Im Rahmen der angedachten Beteiligungsformate sollen die unterschiedlichen Ansprüche der Teilnehmer in Workshops und Einzelinterviews abgefragt, geclustert und mit den postulierten Ansprüchen aus den unterschiedlichen vorherigen Untersuchungen verschnitten werden. Die Ergebnisse daraus fließen kontinuierlich in den begonnenen Prozess ein. Damit wird gewährleistet, dass am Ende der Studie aktuellste Daten vorliegen und in das Ergebnis Eingang finden. Die zeitlichen Beteiligungsformate laufen parallel zu der Bearbeitung der Studie.

Im Rahmen des Modellvorhabens der Raumordnung „Integrierte Planung im deutsch-polnischen Verflechtungsraum“ wird aus der Studie ein Konzept abgeleitet, in dem es um die Entwicklung, Belebung und Nutzung des Grenzstreifens zwischen dem Strand und dem Bereich des Grenzübergangs und dem dortigen Halt der Usedomer Bäderbahn (UBB) geht. Die Weiterentwicklung dieses Bereichs soll unter Verfolgung der erarbeiteten Visionen des Modellvorhabens erfolgen und bezogen auf die Ziele und Unterziele ständig rückgekoppelt und in der Zielerreichung überwacht werden. Dabei werden auch Aussagen getroffen, die sich mit den Fragen der aktuellen und künftiger Pandemien beschäftigen.

Masterplan Grenzlinie – Koncepcja ramowa Linia graniczna Ostseebad Heringsdorf – Miasto Świnoujście, Planskizze 1. Ideen – Was soll werden? / 1. Pomysły - Co powstanie?, © SWUP GmbH

Ergebnisse

Ergebnisse des Vorhabens sind die unter „Methodik“ beschriebene Studie und das aus ihr entwickelte Konzept zur Nutzung, Belebung und Entwicklung des Grenzstreifens auf der Insel Usedom zwischen der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf und der Stadt Swinemünde.

Dokumente

Einen tieferen Einblick in das Projekt gewähren die nachfolgend aufgeführten Dokumente:

  • […]

Kontakt

Gemeinde Ostseebad Heringsdorf
Die Bürgermeisterin
Kurparkstraße 4
17419 Seebad Ahlbeck
Frau Laura Isabelle Marisken
Mail: Laura.Isabelle.Marisken@ahlbeck.de
Der Kurdirektor
Herr Thomas Heilmann
Mail: t.heilmann@kaiserbaeder-auf-usedom.de

Gmina Miasto Świnoujście
ul. Wojska Polskiego 1/5
72-600 Świnoujście
Frau Barbara Michalska
Mail: bmichalska@um.swinoujscie.pl